Am 5. Juli 2019 hat die SWISSCOM ein Baugesuch für eine neue Mobilfunkanlage an der Neugrunstrasse 5 in 8320 Fehraltorf eingereicht. Der Initiator der IG Stop5G Fehraltorf, Urs Mäder, hat dann Kopien der Baugesuchs-Unterlagen bei der Gemeindeverwaltung verlangt und musste feststellen, dass es sich um eine 5G Anlage handelt.

Der Vorstand der IG Stop5G Fehraltorf hielt daraufhin eine Sitzung mit dem Gemeindepräsidenten und Gemeindeschreiber ab und hat das weitere Vorgehen besprochen. Gemeinderat und Gemeindeschreiber wurden von uns über die gesundheitlichen Gefahren und Studienlage mit Zustellung der Informationen aufmerksam gemacht.

Der Gemeinderat hat die IG Stop5G Fehraltorf per Schreiben im September informiert, dass ein Entscheid im Laufe des Monats November erwartet werden kann.

Kaskadenmodell / Baugesuch an der Grenze der Kernzone nicht zulässig

Die Gemeinde Fehraltorf verfügt in Bezug auf die Bau- und Zonenordnung über ein sogenanntes Kaskadenmodell. Hier kann die Gemeinde festschreiben, wo auf ihrem Hoheitsgebiet, Mobilfunkantennen zu erstellen sind und wo nicht. In der Landwirtschaftszone und im Wald sind Mobilfunkantennen wegen der Bestimmungen in den Raumplanungsgesetzen jedoch zum vorneherein nicht zulässig. Also kommt für eine gemeindeinterne Regulierung nur das Baugebiet, bestehend aus Industriezonen, Gewerbezonen, gemischten Wohn/Gewerbezonen und reinen Wohnzonen in Frage. Hier darf die Gemeinde festschreiben, wo in erster Priorität Mobilfunkantennen hingehören und wo erst in zweiter Priorität etc. und wo zu allerletzt, nur wenn es technisch gar nicht anders lösbar ist.

Demnach ist der Bau einer 5G Anlage, die weder von einem Bundesamt oder dem für den Kanton Zürich zuständigen AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) gemessen noch überprüft werden kann, in der Wohnzone, an der Grenze zur Kernzone, selbstverständlich nicht zulässig, da andere Standorte (Industrie-Gewerbezone) technisch problemlos möglich sind.

5G Mobilfunkanlagen grundsätzlich nicht zulässig

Grundsätzlich darf eine Gemeinde, eine 5G Anlage, die weder für den gesetzlich vorgeschriebenen Anlagegrenzwert noch für die Messung an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) gemessen werden kann, nicht zulassen. Andernfalls würden mehrere hoch angesiedelte Rechtsnormen mit weitreichenden Konsequenzen verletzt.

Mit freundlicher Genehmigung verweisen wir für weitergehende Informationen auf die Webseite von H.U. Jakob. Er verfügt als Antennenfachmann über mehr als 30 Jahre Erfahrung und hat schon 1998 den Kurzwellensender Schwarzenburg zu Fall gebracht.

5G Informationen von Gigaherz.ch / H.U. Jakob