Am 6. März 2020 hat sich der Vorstand in Vertretung von Urs Mäder und Max Vogel mit der Präsidentin der Schulpflege, Frau Carmen Evangelisti, zu einer Besprechung wegen dem aus unserer Sicht völlig unnötigen Einsatz von WLAN an der Schule besprochen.

Hier ist die Aktennotiz dazu:

Aktennotitz WLAN Schule Fehraltorf: 6. März 2020

Folgenden Personen waren anwesend:

  • Carmen Evangelisti; Präsidentin der Schulpflege

  • Peter Fankhauser; Gesamt-Schulleiter

  • Urs Mäder; Präsident und Max Vogel; Aktuar von Stop5G-Fehraltorf

Wir konnten mit den zwei Vertretern der Schule ein sehr offenes Gespräch führen.

Hr. Fankhauser hat uns die Ziele der neuen Schule (Lehrplan 21) geschildert und einige Details näher erläutert. Herr Thomas Hüsler; Fachstelle ICT war leider wegen Weiterbildung verhindert an diesem Treffen teilzunehmen.

Unsere Schule ist ein mittleres KMU (heute 64 Lehrer 38 Klassen und 785 Schüler).

Auch der Materialbedarf an Computern (Tabletts und Feststationen) ist eindrücklich.
Das beginnt schon im Kindergarten und endet bei der Sekundarschule.

Im Detail:

  • Kindergarten: da stehen einige Pads zur Verfügung. Dabei machen die Kinder unter Anleitung der Lehrerin die ersten Schritte auf einem Computer.

  • Primarschule: da gibt es folgende Möglichkeiten:
    a) Der Lehrer geht mit der ganzen Klasse in den Computer-Raum wo genügend feste installierte Rechner zur Verfügung stehen.
    b) Es stehen auch mehrere sogenannte „Material-Kisten“ zur Verfügung, in denen genügend I-Pads für eine ganze Klasse bereitstehen. Diese PC’s werden dann im Klassenzimmer verkabelt und nachher wieder abgebaut und versorgt.

  • Sekundarschule: hier wird jedem Schüler ein iPad zur freien Verfügung abgegeben. Den Pad kann er mit nach Hause nehmen, die Haus-Aufgaben lösen, sowie ihn auch privat frei benützen.

Es ist klar, dass bei allen Varianten die Verbindung zum Netzwerk mittels W-LAN erfolgt (ausgenommen Computer-Raum). Ich denke, eine strahlungsfreie Verbindung zum Netz-werk mit Kabel wäre viel zu aufwendig und sicher sehr störungsanfällig (Kabelverschleiss).

Wir haben unsere Vorstellungen vom „Strahlungsfreien WLAN der Zukunft“ (Verkabelung mit Kabelverbindung) erläutert und dabei festgestellt, dass eine vernünftige und realistische Lösung sicher nicht einfach zu lösen ist, aber wo sie etwa liegen könnte.

Momentan sind in 5 Gebäuden in den Gängen der Schule total 9 WLAN-Hotspots montiert. Durch einfache Gerätemessungen mussten wir feststellen, dass die Strahlenbelastung immer das Maximum der Skala erreichte. Das erklärt sich dadurch, dass diese Hotspots mit grösserer Leistungen senden müssen, damit in jedem Klassenzimmer ein genügend gutes Signal zur Verfügung steht. Darum ist das Ziel der Schule für die Zukunft in jedem Zimmer einen Hotspot zu installieren.

Wir haben festgestellt dass die Ziele der Schule in „Sachen Strahlung des WLAN‘s“ den notwendigen Respekt geniesst und die End-Lösung sich auf einem sehr guten Weg befindet. Damit werden die kantonalen Vorschriften und Ziele voll erfüllt.

Des Weiteren haben wir darüber diskutiert, ob wir bei einer gemeinsamen Messung der W-LAN Strahlung mit einem geeigneten Messgerät dabei sein wollen / können? Das Interesse ist da und so müsste noch ein Termin gefunden werden. Max Vogel würde ein dementsprechendes Profigerät organisieren.

Wir möchten uns bedanken für die offene Diskussion am „runden Tisch“ und die uneingeschränkte Gesprächsbereitschaft mit den Vertretern der Schule.

Herr Fankhauser hat versprochen uns via Frau Evangelisti noch einen Link, der auf den „Lehrplan 21“ verweist, zu schicken. Auf der Internetseite werden die Vorschriften für die Digitaltechnik in der Schule beschrieben. Gewisse Aspekte der Belastung durch Strahlung werden darin nicht erwähnt. Hier könnten wir einsetzen um noch etwas zu verbessern.

ENDE DER AKTENNOTIZ

Am 26.01.2020 hat der "Verein Stop-5G Fehraltorf" ein Schreiben, zusammen mit einer ausführlichen Broschüre, an die Schulpräsidentin von Fehraltorf, Frau Evangelisti, versendet.

Dies mit der Bitte um Kenntnisnahme der Studien zu gesundheitlichen Risiken von elektromagnetischer Strahlung durch WLAN an Schulen. Er appelliert an die Verantwortung der Schulleitung und bittet diese, in der durch die UNESCO als Kinderdorf ausgezeichnete Gemeinde Fehraltorf, die bestehende WLAN Internetverbindung durch entsprechende LAN-Kabel ersetzen zu lassen.

Update vom 3. Februar 2020:

Die Schulpräsidentin, Frau Carmen Evangelisti und der Gesamtschulleiter Peter Fankhauser, haben am 3. Februar 2020 auf das Schreiben des "Vereins Stop-5G Fehraltorf" mit einem Zweizeiler geantwortet. Ohne jedoch auf die Anliegen einzugehen oder konkrete Massnahmen zu nennen. Man halte sich an die kantonalen Vorgaben heisst es. Der Kanton macht allerdings keine Vorschriften darüber, ob man die Internetverbindung an der Schule mittels WLAN, oder mit nicht strahlenden Ethernetkabel umsetzt. Das WLAN  durch elektromagnetische Strahlung nachweislich gesundheitsgefährlich ist und Ethernetkabel nicht verstehen sogar Primarschüler. 

Download Schreiben Schulleitung PDF
Antwortschreiben der Schulleitung Fehraltorf PDF

Am 16. Februar hat der Präsident des "Vereins Stop-5G Fehraltorf", Urs Mäder, auf dieses Schreiben wie folgt geantwortet:

Sehr geehrte Frau Evangelisti

vielen Dank für die Beantwortung meines Briefes vom 26.01.2020.

Was mich sehr enttäuscht hat, dass Sie überhaupt nicht auf meine Forderungen eingegangen sind.Es kommt mir vor wie ein Standardsatz, der allen Bürgern die eine Anregung vorbringen, zugestellt wird. Ich habe erwartet, dass Sie konkreter werden; d.h. das weitere Vorgehen in dieser Sache aufzuzeigen.

Meist wird das Thema "WLAN an den Schulen" unterschätzt, mit all seinen Gefahren für die heranwachsenden Kinder.

Das Problem ist, dass die Schüler/Kindergärtner in den Räumen mehrere Stunden bestrahlt werden und wenn sie nach Hause kommen, auch noch vom WLAN in der Wohnung. Eigentlich sind es fast 24 Stunden wo ein Kind diesen Wellen im GHz-Bereich ausgesetzt ist.

Nun appeliere ich nochmals an Sie, sich dieser Sache ernsthaft anzunehmen.
Sie wollen doch auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn nachgewiesene Fälle bekanntwerden, dass Kinder infolge dieser schädigenden Strahlen, gesundheitliche Probleme aufweisen.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch einen Link zu einer Internetseite senden, welche beweist dass mit gesundheitlichen Störungen bei Kindern gerechnet werden muss:

https://www.diagnose-funk.org/themen/mobilfunk-anwendungen/wlan-an-schulen

In diesem Sinne verbleibe ich


mit freundlichen Grüssen

Urs Mäder

PS. Ich werde mir vorbehalten, in nächster Zeit einen Leserbrief im "Zürcher Oberländer" über das Thema "WLAN an Schulen" veröffentlichen zu lassen.

Der "Verein Stop-5G Fehraltorf" ist gespannt darauf, ob die Schulleitung im von der UNESCO ausgezeichneten Kinderdorf Fehraltorf,
durch menschlichen Sachverstand doch noch zur Einsicht gelangt. Immerhin geht es um die Gesundheit unserer Kinder !

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